Mercedes knüpft nahtlos an die starke Form aus Australien an. Im einzigen freien Training zum Großen Preis von China sicherte sich George Russell im Mercedes die Bestzeit. In einer ereignisreichen Session, die den Teams aufgrund des Sprint-Formats nur 60 Minuten zur Vorbereitung ließ, verwies Russell seinen Teamkollegen Kimi Antonelli im Mercedes auf den zweiten Rang. Lando Norris im McLaren komplettierte die Top 3.
Für Nico Hülkenberg verlief der Auftakt in Shanghai vielversprechend. Der Deutsche pilotierte seinen Audi konsequent durch das dichte Feld und sicherte sich mit einer soliden Leistung den neunten Platz. Damit setzte er sich mannschaftsintern gegen seinen Teamkollegen Gabriel Bortoleto durch und untermauerte seine Ambitionen, am Sprint-Wochenende direkt um Punkte mitzukämpfen.
Der Sessionverlauf: Hektik, Kontakte und Technik-Pech
Schon mit dem Umschalten der Boxenampel auf Grün um 11:30 Uhr herrschte Hochbetrieb auf dem Shanghai International Circuit. Da dies die einzige Stunde Training vor dem Sprint-Qualifying war, drängten alle 22 Piloten sofort auf die Strecke.
Die Anfangsphase war geprägt von Fehlern und engen Duellen:
- Franco Colapinto drehte sich im Alpine in Kurve 9 von der Strecke.
- Lando Norris und Lewis Hamilton gerieten beim Überholversuch des McLarens aneinander. Die Rennkommissare untersuchten den leichten Kontakt, sahen jedoch von einer Strafe ab.
- Wenig später rutschte Hamilton im Mercedes in Kurve 6 selbst von der Piste, konnte die Fahrt aber fortsetzen.
Nach einer kurzen Virtual-Safety-Car-Phase (VSC), um Trümmerteile zu bergen, sorgte der Verkehr für Unmut. Vor allem Isack Hadjar im Red Bull beschwerte sich lautstark über die Zustände auf der Strecke. Für eine längere Unterbrechung sorgte schließlich Arvid Lindblad im Racing Bulls, der in Kurve 14 ausrollte und damit wertvolle Zeit verlor.
Gegen Mitte der Session führte Russell das Tableau mit einer 1:34.169 an. Währenddessen stand Carlos Sainz im Williams fast die gesamte Zeit wegen Datenproblemen in der Garage. In der Schlussphase wechselten die Teams auf die weichen Reifen (Softs), woraufhin die Zeiten massiv purzelten. Russell verbesserte seine Bestmarke schrittweise bis auf 1:32.741. Kurz vor dem Ende sorgte Colapinto im Alpine erneut für gelbe Flaggen, als er in der Boxengasse kurzzeitig stehen blieb.