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Rote Göttin und ihr Gott Michael dominieren die WM.

Barcelona | 27.04.2002 22:00 UTC
Bericht
Wer soll ihn noch stoppen. Den deutschen Gott in seiner italienischen Göttin? Hoffen wir mal, das die Konkurrenz ein bisschen aufholen kann. Michael Schumacher gewann in seinem T-Car vor Juan - Pablo Montoya im Williams. Dritter wurde der McLaren - Pilot David Coulthard. Heidfeld schaffte Platz vier. Fünfter wurde sein Teamkollege Felipe Massa. Jubel für Heinz - Harald Frentzen. Er schaffte mit dem sechsten Platz den ersten Punkt für Arrows. Ralf Schumacher landete nach einem verkorksten Rennen auf Platz 11.
Minardi Teamchef Paul Stoddart zog die Konsequenzen aus dem Heckflügelbruch an Webbers Boliden beim Warm-Up und dem Frontspoilerverlust am gestrigen Qualifying. "Aus Sicherheitsgründen verzichten wir auf den Start und werden die Ursachen der Probleme weiter untersuchen. Die Gesundheit unserer Fahrer ist uns zu wichtig. Deshalb wollen wir kein Risiko eingehen." Respekt Herr Stoddart, das war eine sehr gut überlegte Entscheidung.
Beim Start in die Einführungsrunde blieb Rubens erst mal nach einen Meter stehen. Auch nach einem missglücktem Start aus der Boxengasse musst Barrichello enttäuscht aussteigen und musste das Rennen als Zuschauer betrachten. Der Start verlief ungewöhnlich unspektakulär. Michael Schumacher, der im T-Car startete, behauptete seine Führung gegenüber seinem Bruder, der wiederum vor seinem Teamkollegen Juan - Pablo Montoya blieb. Dahinter Raikkönen, Button und David Coulthard. Nick Heidfeld verlor einen Platz gegen Jarno Trulli im Renault. Der Arrows - Fahrer Heinz - Harald Frentzen verlor ebenfalls einen Platz, nämlich gegen Heidfelds Teamkollegen Felipe Massa. Der Gewinner des Starts war Takuma Sato, der im Jordan mit einem gewagten Manöver drei Platze bis zur ersten Kurve gut machte.
In der zweiten Runde musste Pedro de La Rosa seinen Jaguar zum Ärger von Niki Lauda nach einem Dreher abstellen. Kimi Raikkönen reihte sich in die Namen der Fahrer ein, die an diesem Wochenende einen Spoiler verloren. Der Heckspoiler vom McLaren riss ab und Jenson Button musste mit einer schnellen Reaktion diesem auf der Strecke liegenden Karbonteil ausweichen. Kimi fuhr seinen Boliden in die Box, wo erst mal heiß diskutiert wurde, ob man Coulthard rein holen sollte oder nicht.
Mit einem erneuten Totalausfall musste Jordan in der Runde 5 und 11 ihre Mechaniker an der Box in den Feierabend schicken. Zuerst wurde Giancarlo an die Box geholt (Motorschaden), dann drehte sich der Starter der Tages, Takuma Sato, an einer Kurve in den Sand und blieb dort stecken. Ralf Schumacher musste in der Runde 29 an die Box, nachdem er mit seinen BMW von der Strecke rutschte und sich dabei seinen Frontspoiler beschädigte. In der Box dann das Chaos. Ein Reifen war beschädigt und musste überraschend gewechselt werden. Leider dauerte diese Aktion so lange, das Ralf, als er wieder auf die Strecke kann, sich auf Platz 13 wieder sah.
In der Runde 41 wurde an Ralf Schumachers wieder mal ein Spoiler gewechselt.
Heidfeld und Button kamen zusammen in die Box. Button als erster rein, jedoch Heidfeld als erste wieder raus. Fantastisches Boxenmanöver von Sauber.
Boxenstoppanne bei BMW - Williams. Der Tankrüssel war noch im BMW, als Montoya losfahren wollte. Dabei fuhr er über das Bein von dem Lollipop - Mann. Das kostete dem Kolumbianer mehrere Sekunden und dem Mechaniker ein lädiertes Bein. Ursache war wohl ein Reflex des Mechanikers, der den Lollipop hochzog und dem Fahrer das Losfahren signalisierte.
Felipe Massa und Jenson Button lieferten sich Rundenlang spannende Duelle um Platz 6. Einige Runden später gesellte sich zu diesem Duo auch Heinz - Harald Frentzen.
Für Bernoldi (Arrows), Irvine (Jaguar) und Panis (BAR) war in den Runden 41, 42 und 44 aus. Der Dreikampf um Platz 6 wurde zur Zweikampf, als Button seine Kontrahenten passieren lassen musste. Zeitgleich schien auch der zweite Renault mit Jarno Trulli Probleme zu bekommen. Heidfeld eroberte den Platz 4. Auch das Duo mit Massa und Frentzen kamen an Trulli vorbei, da Trulli immer langsamer wurde. Eine Runde später musste er seinen Renault abstellen.
In der letzten Runde bleibt Ralf Schumacher auch noch mit einem Motorschaden stehen. Das war wirklich nicht sein Tag.
Am Ende gewann erdrückend überlegend die rote Göttin mit ihrem Gott im inneren. Michael Schumacher ist zur Zeit nur von einem zu Stoppen ... von sich selbst.
Zweiter wurde Juan - Pablo Montoya vor David Coulthard, der endlich mal wieder auf das Treppchen durfte.
Bleibt zu erwähnen, das Heidfeld (Platz 4) und Frentzen (Platz 6) in die Punkte kamen.
Auf das nächste Rennen in Österreich auf dem A1 - Ring (Hoffentlich wieder mit allen 22 Wagen).

Euer
Stephan
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:30.29.981 – 1:20.355 0 10
2 4 +2 +00:35.630 – 1:21.740 0 6
3 7 +4 +00:42.623 – 1:21.931 0 4
4 8 +4 +01:06.697 – 1:22.860 0 3
5 11 +6 +01:18.973 – 1:22.186 0 2
6 10 +4 +01:20.430 – 1:22.320 0 1
7 15 +8 +1 Runde – 1:22.827 0 0
8 19 +11 +1 Runde – 1:23.160 0 0
9 17 +8 +1 Runde – 1:22.524 0 0
10 9 -1 +2 Runden – 1:22.155 0 0
11 3 -8 +2 Runden – 1:22.697 0 0
12 6 -6 +5 Runden – 1:22.607 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
44 13 A Defekt 1:22.872 0
42 22 A Defekt 1:24.167 0
41 14 A Defekt 1:23.507 0
11 18 A Dreher 1:24.198 0
5 12 A Technischer Defekt 1:24.493 0
4 5 A Heckspoiler verloren. 1:23.524 0
3 16 A Dreher 1:25.944 0
– 2 A Getriebeschaden – 0
– 21 A Nicht angetreten – 0
– 20 A Nicht angetreten – 0
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