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Deutschland
Deutschland Race

Startplatz 13. Defekter Helm. Trotzdem Platz 2 für Jenson Button.

Hockenheim | 25.07.2004 12:00 UTC
Bericht
Eines erst mal vorweg. Michael Schumacher siegte zum elften mal im zwölften Rennen der Saison 2004 und stellte seinen eigenen Rekord mit den meisten Siegen in einer Saison ein. Zweiter wurde Jenson Button, der zeitweise mit nur einer Hand fahren musste, da die Halterung seines Visier an seinem Helm defekt war. Er wäre Michael Schumacher wohl viel näher gekommen, wenn er nicht wegen eines Motorschadens am Freitag zehn Plätze nach hinten versetzt worden wäre. Dritter wurde Fernando Alonso im Renault vor David Coulthard (McLaren Mercedes) und Juan Pablo Montoya (BMW - Williams), der im Gedanken wohl schon bei seinem neuen Arbeitgeber befand, was zumindest die vielen unnötigen Fahrfehler erklären würde. Mark Webber (Jaguar) fuhr ein Super Rennen und wurde am Ende mit dem sechsten Platz belohnt. Antonio Pizzonia schaffte es im Williams auf den siebten Rang vor Takuma Sato (BAR - Honda).
Nick Heidfeld fiel in der 43. Runde mit einem technischem Defekt aus.
Der Schumacher - Jäger Nummer eins, Kimi Räikkönen, verlor in der 14. Runde seinen Heckflügel und krachte ohne Möglichkeit einer Lenkkorrektur in die Reifenstapel. Zum Glück konnte Räikkönen, der eine Woche später heiraten wird, den McLaren unverletzt verlassen. Glück hatte Rubens Barrichello, der auf der Zielgraden nach dem Überfahren der Ziellinie seinen Ferrari mit einem Plattfuß abstellen musste.
Der Start zum großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring musste wegen Olivier Panis abgebrochen werden, da sein Toyota ausgegangen war. Als es dann zum zweiten mal in die Einführungsrunde kam, lies Panis seine Kollegen passieren, da er sich hinten einsortieren musste. Jedoch liefen ihm dabei Mechaniker vors Auto, so dass er unglücklicher weise seinen Toyota erneut abwürgte. Die Konsequenz: Olivier Panis startete von der Box.
Dann der endlich geglückte Start. Michael Schumacher kam sehr gut weg. Juan Pablo Montoya, im Gedanken wohl schon im Urlaub, verschlief den Start komplett und wurde bis auf Platz sieben durchgereicht. Fernando Alonso glänzte wieder ein mal mit einem Traumstart und Platzierte sich hinter Schumacher auf Platz zwei. Die Freude hielt jedoch erst mal nur zwei Runden, bis er von Kimi Räikkönen überholt wurde. Rubens Barrichello kollidierte mit David Coulthard und fuhr sich dabei seinen Frontspoiler ab und musste an die Box. Der McLaren von DC blieb bei dieser Kollision für Ihn zum Glück ohne Schaden. In der vierten Runde zeigte sich, dass dieses Rennen ein besonderen Rennen sein sollte. Montoya kassierte Mark Webber mit einem sehr schönen Überholmanöver. In der 11. Runde die ersten Fahrer in der Box. Fernando Alonso und Antonio Pizzonia waren beim Start und beim Qualifying wohl die leichtesten. Michael Schumacher kam in der 12. Runde, eine Runde vor Kimi Räikkönen zum Tanken an die Box.
In der 13. Runde musste Giorgio Pantano (Jordan Ford) mit einem Plattfuß an die Box zum Reifenwechsel. Dann der Schock für alle Kimi - Fans. In der 14. Runde riss dem Finnen der Heckflügel seines McLaren ab und verlor vollends die Kontrolle seines McLaren und krachte seitlich in die Reifenstapel. Zum Glück konnte der Mercedes - Pilot das Wrack unverletzt verlassen. Traurig jedoch die Reaktion der Fans, die den Crash des Finnen auch noch bejubelten. Dies muss definitiv nicht sein.
Antonio Pizzonia. Der als Ersatzmann für Marc Gene das Cockpit von Ralf Schumacher übernahm, leistete sich einen ritt ins Kiesbett, was jedoch für Ihn ohne Folgen blieb. Auch Juan Pablo Montoya patzte, als es in der 22. Runde von der Strecke rutschte.
Während dessen lieferten sich Jarno Trulli (Renault), Takuma Sato (BAR - Honda) und Mark Webber (Jaguar) einen phantastischen Dreikampf. Als dann Takuma Sato endlich in der Haarnadelkurve an Jarno Trulli vorbei kam, nutzte auch Mark Webber die Gunst der Stunde und schlüpfte auch an den Italiener vorbei. Eine Klasse Aktion des Australiers.
Danach wurde Jarno Trulli immer langsamer. In der 29. Runde musste er an die Box und lies sich sein Frontspoiler wechseln.
31. Runde: Felipe Massa ging in der Spitzkehre an Antonio Pizzonia vorbei. Dieser konterte prompt und eroberte seine alte Position zurück.
Takuma Sato legte in der 32. Runde einen Dreher hin, der ohne Folge für den Japaner blieb.
Nick Heidfeld war ungewollt das Zünglein an der Waage, als Jenson Button in der 36. Runde in der Spitzkehre an Fernando Alonso vorbei gehen wollte. Jedoch wurde der Brite vom Spanier ausbeschleunigt.
Cristiano Da Matta (Toyota) Platzte in der 39. Runde ein Reifen und fiel mit einem spektakulärem Dreher aus. Auch Nick Heidfeld kam nicht viel weiter. In der 43. Runde musste der Mönchengladbacher seinen Jordan in die Box bringen und das Rennen frühzeitig beenden.
In der 50. Runde ein weiteres Tollens Duell zwischen Olivier Panis (Toyota) und Felipe Massa (Sauber). Als Panis aus der Box kam, sortierte dieser sich knapp vor Massa ein. Dieser jedoch konnte sich in der nächsten Kurve den Franzosen schnappen und lies diesen hinter sich.
Fernando Alonso, auf Platz zwei liegend, wehrte sich rundenlang gegen die Angriffe des BAR - Piloten Jenson Button. In der 52. Runde jedoch konnte Jenson Button an den Spanier vorbei gehen. Wie in den Runden zuvor kam Button in der Spitzkehre an den Renault ran, konnte ihn jedoch nicht überholen. In dieser 52. Runde jedoch, ließ sich Button dieses mal nicht von Alonso ausbeschleunigen und kassierte den Renault in der nächsten Linkskurve. Das Kuriose dabei war, das Jenson Button zu dieser Zeit schon mit Problemen am Helm kämpfte. Er hielt sich immer wieder die Linke Seite seines Helmes fest. Das Problem war, dass sich eine Öse an dem Visier löste. Kurz vor Ende des Rennens erwägten die Mechaniker, Button noch mal kurz zum Befestigen des Visiers noch mal an die Box zu holen. Jedoch verzichtete der Brite, einen weiteren Boxenstop einzulegen.
Kurz vor Rennende kam noch mal Giorgio Pantano wegen einer Reifenwechsels an die Box, konnte das Rennen auch fortsetzten.
Am Ende gewann wieder mal Michael Schumacher mit einer 1:23:54,848 vor dem BAR - Piloten Jenson Button und dem Renault - Piloten Fernando Alonso. David Coulthard (McLaren) wurde vierter vor Montoya (Williams) und Webber (Jaguar). Antonio Pizzonia erreichte zwei Punkte für den siebten Rang im Williams - BMW. Takuma Sato (BAR) holte sich mit Platz acht den letzten WM - Punkt.
Rubens Barrichello, der am Ende als zwölfter das Rennen beendete, musste kurz nach der Ziellinie seinen Ferrari mit einem Reifenschaden abstellen.
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:23:54.848 – 1:13.783 0 10
2 3 +1 +8.388 +8.388 1:14.117 0 8
3 6 +3 +16.351 +7.963 1:14.265 0 6
4 5 +1 +19.231 +2.880 1:14.558 0 5
5 2 -3 +23.055 +3.824 1:14.446 0 4
6 12 +6 +41.108 +18.053 1:14.883 0 3
7 11 +4 +41.956 +0.848 1:14.586 0 2
8 9 +1 +46.842 +4.886 1:14.585 0 1
9 14 +5 +1:07.102 – 1:15.635 0 0
10 13 +3 +1:08.578 – 1:15.045 0 0
11 7 -4 +1:10.258 – 1:14.386 0 0
12 8 -4 +1:13.252 – 1:14.963 0 0
13 16 +3 +1 Runde – 1:16.248 0 0
14 10 -4 +1 Runde – 1:14.247 0 0
15 17 +2 +3 Runden – 1:16.058 0 0
16 20 +4 +4 Runden – 1:18.760 0 0
17 19 +2 +4 Runden – 1:18.372 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
43 18 A Technischer Defekt 1:16.903 0
39 15 A Reifenschaden 1:15.145 0
14 4 A Heckflügel verloren 1:13.780 0
– – A Verletzt – 0
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