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Ungarn
Ungarn Race

... und die Ferrari - Dominanz geht weiter.<BR> 6. WM - Titel in Folge für Ferrari.

Budapest | 15.08.2004 12:00 UTC
Bericht
Die Ferrari - Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello sicherten den sechsten WM - Titel in Folge für das italienische Team rund im Jean Todt. Michael Schumacher gewann mit einer 1:35:26,131 das zwölfte von dreizehn gefahrenen Rennen in dieser Saison vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello, der mit 4,696 Sekunden Abstand die Ziellinie überfuhr. Auf Platz drei landete Fernando Alonso im Renault vor dem BMW - Williams Piloten Juan Pablo Montoya. Als letzter, nicht überrundeter Fahrer kam auf Platz fünf Jenson Button (BAR - Honda) ins Ziel. Sechster, mit einer Runde Rückstand auf den Sieger, sah Takuma Sato (BAR - Honda) die Zielflagge vor dem Ralf Schumacher - Ersatzmann Antonio Pizzonia im BMW - Williams, der ein sauberes Rennen ablieferte. Den letzten WM - Punkt holte sich Giancarlo Fisichella im Sauber für den achten Platz. Neunter wurde David Coulthard im McLaren Mercedes vor Mark Webber (Jaguar) und dem Toyota - Piloten Olivier Panis und Nick Heidfeld im Jordan - Ford. Christian Klien (Jaguar) erreichte Platz dreizehn vor den beiden Minardi - Piloten Gianmaria Bruni und Zsolt Baumgartner, dem Lokalmatador aus Ungarn.
Kimi Räikkönen musste das Rennen frühzeitig mit einem Elektronikschaden in der 14. Runde beenden.
Der große Preis von Ungarn. 70 Runden, je 4,381 km. 20 Fahrer machten sich auf, die 306,670 Kilometer als schnellster zu bewältigen. Als es jedoch zum Start in die Einführungsrunde ging, kämpften Rubens Barrichello und Gianmaria Bruni schon, jedoch gegen die Tücken ihrer Boliden. Rubens Barrichello konnte frühzeitig seinen Ferrari noch zum Fahren bewegen und durfte seine alte Startposition wieder aufnehmen. Gianmaria Bruni hingegen, konnte erst nach einer Starthilfe die Verfolgung des Feldes aufnehmen und musste sich ganz hinten anstallen, was in Anbetracht der eigentlichen Startaufstellung kein wesentlicher Nachteil für den Italiener war.
Dann der Start. Michael Schumacher konnte erwartungsgemäß seine Position gegenüber der Konkurrenz behaupten. Rubens Barrichello, der als zweitplatzierter von der schlechteren, sprich schmutzigeren Seite aus starten musste, zog sofort nach links und knallte dem drittplatzierten Takuma Sato die Türe zu. Mit großen Schritten marschierte Fernando Alonso von Startplatz fünf an die BAR - Piloten Sato und Button vorbei und hätte beinahe auch den Ferrari von Barrichello geschluckt.
Weiter hinten kam es zu einer leichten Karambolage, die jedoch für beide beteiligten Piloten glimpflich ausging. Ricardo Zonta, der von Toyota wegen seinen guten Leistungen im Training zum Stammfahrer für den zuletzt erfolglosen Cristiano da Matta berufen wurde, rutschte in das Heck von Christian Klien’s Jaguar, wobei vereinzelt Teile des Toyota - Frontspoilers durch die Gegend flogen. Jedoch kam weder Klien, noch Zonta zur Reparatur an die Box.
Nick Heidfeld konnte sich bei Start bis auf die 13. Position vorarbeiten. Pizzonia fiel auf den elften Platz zurück.
Hektik in der Ferrari - Box vor den Stopps der beider Piloten Rubens Barrichello und Michael Schumacher. Probleme an der Tankanlage von Barrichello war der Grund für dieses Chaos. Zum Glück blieb dieser Defekt an der Tankanlage für die Piloten ohne Folgen und konnten wie gewohnt schnell abgefertigt werden.
Schon in der siebten Runde zeichnete es sich ab, das auch in Ungarn die Konkurrenz von Ferrari keinerlei Chancen hatte. Michael Schumacher fuhr pro Runde etwa 1,5 Sekunden schneller als der drittplatzierte Renault - Piloten Fernando Alonso und etwa 2 Sekunden schneller als der vierte, Juan Pablo Montoya im BMW - Williams.
Christian Klien lies in der 12. Runde die Österreichischen Formel1 - Fans den Atem stocken, als er von der Strecke kam. Jedoch konnte er sich wieder auf die Piste Navigieren.
Eine Runde später der Schock für alle Kimi Räikkönen Fans, sprich für alle Frauen. Der Finne kam ganz langsam nach seinem Boxenstopp aus der Boxengasse, fuhr noch eine Runde und kam wieder in die Box zurück. Dort wurde der McLaren Pilot von seinen Mechanikern in die Box getragen! Das war zu siebten mal das Aus in dieser Saison für den Finnen. So oft war bisher in dieser Saison noch keiner ausgefallen. Kimi Räikkönen hat auch bisher die wenigsten Kilometer in dieser Saison zurückgelegt. 2373 Kilometer hatte der Finne auf seinem Kilometerstand. Nur die Piloten, die nicht alle Renen gefahren sind, haben noch weniger Kilometer auf ihnen Konto. Da hat Mercedes noch weil Arbeit vor sich.
In der 19. Runde kam dann Felipe Massa zum zweiten mal wegen eines Hydraulik - Problems an die Box. Man demontierte den Frontflügel und schraubte an der Hydraulik, jedoch ohne Erfolg. Drei Runden später musste Felipe Massa das total Verkorkste Wochenende frühzeitig beenden. Erst der Motorschaden am Samstag vor dem Qualifying, was eine Deklassierung von 10 Plätzen bedeutete, dann dieser Schaden an seinem Sauber. Es kann in Spa nur besser laufen.
In der 25. Runde wurden nach Klien’s Ausritt in die Ungarische Wildnis wieder die Nerven der Jaguar - Crew und legte einen astreinen Dreher hin, der zum Glück ohne Folgen blieb.
Als Nick Heidfeld in der 30. Runde an die Box zum Tanken kam, kämpfte die Crew mit dem rechten Vorderrad des Jordan, was dem deutschen mehrere Sekunden kostete. Auch Zsolt Baumgartner kämpfte mit Problemen beim Boxenstopp, konnte auch nach ein paar Sekunden Verspätung die Fahrt wieder aufnehmen.
Ricardo Zonta musste in der 32. Runde seinen Toyota abstellen. Es sah so aus, als ob ein Reifenschaden der Grund des Ausfalls war.
Jarno Trulli musste in der 42. Runde das Rennen mit einem technischem Defekt an seinem Renault beenden. Auch Giorgio Pantano sah die Zielflagge nicht, da er in der 49. Runde das Rennen ebenfalls mit einem technischen Defekt beenden musste.
Am Ende setzte sich wieder die Formel1 - Konstante Michael Schumacher durch und gewann zum zwölften mal in dreizehn Rennen, sein 82. Sieg. Ruben Barrichello’s zweiter Rang bescherte der Scuderia frühzeitig den sechsten WM - Sieg in Folge, den 13. WM - Sieg überhaupt.
Mit fast 45 Sekunden Rückstand kam Fernando Alonso (Renault) als dritter vor Juan Pablo Montoya (BMW - Williams) und Jenson Button (BAR) ins Ziel. Takuma Sato erreichte mit einer Runde Rückstand den sechsten Platz vor dem Ralf Schumacher - Ersatzfahrer Antonio Pizzonia im BMW-Williams. Den letzten WM Punkt sicherte sich Giancarlo Fisichella mit seinem Sauber Petronas. McLaren Pilot David Coulthard musste sich mit einem endtäuschenden siebten Rang zufrieden geben. Mark Webber, noch im Diensten von Jaguar, wurde zehnter. Platz elf ging an Olivier Panis (Toyota) vor Nick Heidfeld, der sich im Jordan für andere Teams empfehlen konnte. Christian Klien wurde dreizehnter vor den Minardis von Gianmaria Bruni und Zsolt Baumgartner.
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:35:26.131 – 1:19.071 0 10
2 2 0 +4.696 +4.696 1:19.213 0 8
3 5 +2 +44.599 +39.903 1:20.275 0 6
4 7 +3 +1:02.613 – 1:20.715 0 5
5 4 -1 +1:07.439 – 1:20.425 0 4
6 3 -3 +1 Runde – 1:21.030 0 3
7 6 -1 +1 Runde – 1:20.501 0 2
8 8 0 +1 Runde – 1:21.022 0 1
9 12 +3 +1 Runde – 1:21.134 0 0
10 11 +1 +1 Runde – 1:20.825 0 0
11 13 +2 +1 Runde – 1:21.310 0 0
12 16 +4 +2 Runden – 1:21.518 0 0
13 14 +1 +2 Runden – 1:22.530 0 0
14 19 +5 +4 Runden – 1:24.601 0 0
15 18 +3 +5 Runden – 1:24.855 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
49 17 A Technischer Defekt 1:22.927 0
42 9 A Technischer Defekt 1:20.705 0
32 15 A Technischer Defekt 1:22.525 0
22 20 A Hydraulikschaden 1:21.856 0
14 10 A Elektronikschaden 1:21.678 0
– – A Verletzt – 0
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