Bericht
McLaren Pilot Lewis Hamilton gewinnt den Großen Preis von China vor Sebastian Vettel (Red Bull) und dessen Teamkollegen Mark Webber, der von Startplatz Achtzehn aus ins Renne gegangen war. Jenson Button (McLaren Mercedes) wurde ein Runde vor Rennende noch von Webber abgefangen und landete jenseits der Podestplätze auf den Vierten Rang vor Nico Rosberg, für den mehr drin gewesen wäre. Felipe Massa schlug wieder seinem Ferrari-Teamkollegen Fernando Alonso und wurde Sechster. Auf den Achten Platz landete Michael Schumacher (gestartet als Vierzehnter) im MercedesGP vor Vitaly Petrov (Lotus Renault) und Kamui Kobayashi (Sauber F1). Mit Platz Elf blieb Paul di Resta im Force India außerhalb der Punkteränge vor Nick Heidfeld (Lotus Renault), Rubens Barrichello (Williams) und Sebastién Buemi (Toro Rosso). Mit einer Runde Rückstand wurde Adrian Sutil (Force India) Fünfzehnter vor Heikki Kovalainen, der im unterlegenen Team Lotus vor Sergio Peréz (Sauber) und Pastor Maldonado (Williams). Jarno Trulli wurde im zweiten Lotus Neunzehnter vor den Virgin Piloten Jérôme D'Ambrosio und Timo Glock und den HRT-Piloten Vitantonio Liuzzi und Narain Karthikeyan, der als Letzter über die Ziellinie kam. Einzig Jaime Alguersuari musste im Toro Rosso das Rennen vorzeitig beenden, als er in der neunten Runde sein Hinterrad verlor.
Formel1de.com -Hamilton Start war Fraglich
Als sich dreißig Minuten alle Piloten aufmachten, um in die Startaufstellung zu fahren, blieb Lewis Hamilton noch in der Box stehen. Seine Mechaniker bekamen den Mercedes-Benz FO 108Y einfach nicht zum Laufen. Hecktisch wurde die hintere Verkleidung abmontiert und an der Hydraulik gearbeitet. Sekunden, bevor die Boxenausfahrt geschlossen wurde, bekam Hamilton's Boxencrew seinen Mercedes ans Laufen und schickten ihn in letzter Sekunde ohne Heckabdeckung in die Startaufstellung, wo dann der MP4-26 wieder zusammengesetzt wurde.
Das KERS, der Schlüssel zum Sieg, und der Boxenschussel.
Als dann die Piloten beim Erlöschen der Roten Ampel auf das Gaspedal und Sekunden später auf den Boost – Knopf (KERS) drückten, zeigte sich wieder mal in Ineffizienz des Red Bull Kers–Systems. Als wenn Vettel vergessen hätte zu starten, rauschten die McLaren Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton an den Weltmeister vorbei. Fast wäre sogar noch Nico Rosberg an Vettel vorbei gekommen, jedoch konnte dieser sich noch so grade gegen den Angriff seines Landmannes wehren. Vierzehn Runden hing Vettel hinter Hamilton, bis Sepp dann zum Überholen ansetzte und an den ersten McLaren vorbei kam. Noch in der gleichen Runde kam Vettel dann zum ersten Reifenwechsel an die Box, schaute aber sicherlich sehr erstaunt, als der führende Jenson Button ebenfalls an die Box kam, jedoch bei der Renault – Crew stoppte. Diese winkten den sicherlich etwas verwirrten Button eine Box weiter. Die Folge war ein Platzwechsel mit Sebastian Vettel, der am Briten in der Boxengasse vorbei kam. Zwei Runden später kam dann der zu dieser Zeit führende Lewis Hamilton, gefolgt vom Ferrari-Piloten Felipe Massa ebenfalls zum Reifenwechsel an die Box. Zwar hielt Hamilton, im Gegensatz zu seinem Teamkollegen an der richtigen Box, musste sich dennoch von Felipe Massa, dessen Stopp wesentlich schneller war, überholen lassen.
Nach den ersten Stopps schaute man ungläubig auf die Anzeigetafeln. Nico Rosberg führte vor Sebastian Vettel das Renne an. Jedoch bauten seine Reifen sehr schnell ab und verlor später seine exzellente Position wieder.
Verzockt: Falsche Strategie kostete Vettel den dritten Sieg in Folge.
In der Phase nach dem ersten Stopps änderte Red Bull ihre Strategie und wechselten von drei auf zwei Stopps. Während Vettel, dessen Boxenfunk in Richtung Box ausgefallen war, mit den immer mehr abbauenden weichen Reifen Runde für Runde von seinem Vorsprung einbüßen musste, holte die Konkurrenz immer weiter auf. Als dann Vettel in der 31. Runde zum zweiten und letzten Stopp rein kam, wurden ihm die harten Reifen aufgezogen. Da diese jedoch langsamer als die abgefahrenen weichen waren, fiel Vettel immer weiter zurück, konnte aber durch die Stopps der Konkurrenz in der 40. Runde wieder die Führung übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt begann die Aufholjagd des Lewis Hamilton, der Vettel Runde für Runde viel zeit abnahm. In Runde 50, Sechs Runden vor Rennende klebte dann der Brite im Heck des Red Bull. Zwei Runden konnte sich der Heppenheimer gegen den McLaren Piloten wehren, der kurz zuvor Felipe Massa im Ferrari überholen konnte. In der 52. Runde wehrte sich dann Vettel nicht übermäßig, ließ den Weltmeister 2008 passieren und musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen.
Tolle Aufholjagd von Mark Webber
Mark Webber, der beim Qualifying schon in Q1 ausfiel und von Startplatz Achtzehn aus in Rennen gehen musste, kämpfte sich mit einer phantastischen Leistung und einer guten Strategie nach vorne. Sechs Runden vor Rennende lag der Australier noch auf Platz Sechs und überholte zunächst Felipe Massa (Ferrari), dann drei Runden vor Schluss Nico Rosberg und in der vorletzten Runde auch noch den Weltmeister von 2009, Jenson Button. Am ende wurde der Australier mit einem verdienten dritten Platz belohnt.
Strafen für Liuzzi und Pérez
HRT – Pilot Vitantonio Liuzzi hatte es beim Start besonders eilig und legte einen Frühstart hin. Konsequenz aus seiner Ungeduldigkeit: Eine Durchfahrtsstrafe.
In der 47. Runde klebt Sergio Pérez im Kampf um Platz Elf einige Zentimeter zu Tief im Heck des Force India von Adrian Sutil, was eine Kollision zur folge hatte. In Folge dessen verlor Sutil vier Plätze durch einen zusätzlichen Boxenstopp. Die Rennkommissare bestraften den Mexikaner mit einer Durchfahrtsstrafe. Am Ende wurde Pérez Sibzehnter.
32 Punkte für Deutschland
Hinter Sebastian Vettel der als Zweiter Achtzehn Punkte kassierte, kam Nico Rosberg als Fünfter durchs Ziel und sammelte seine ersten Zehn Zähler. Michael Schumacher, der sich im Rennen viele spannende Zweikämpfe lieferte, wurde Achter und mit vier Punkten belohnt. Außerhalb der Punkteränge kamen Nick Heidfeld als Zwölfter, Adrian Sutil nach der Kollision mit Pérez als Fünfzehnter und Timo Glock, hinter seinem Teamkollegen D'Ambrosio als Einundzwanzigster durchs Ziel.
... von Stephan Gerasch [formel1de.com]
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Als sich dreißig Minuten alle Piloten aufmachten, um in die Startaufstellung zu fahren, blieb Lewis Hamilton noch in der Box stehen. Seine Mechaniker bekamen den Mercedes-Benz FO 108Y einfach nicht zum Laufen. Hecktisch wurde die hintere Verkleidung abmontiert und an der Hydraulik gearbeitet. Sekunden, bevor die Boxenausfahrt geschlossen wurde, bekam Hamilton's Boxencrew seinen Mercedes ans Laufen und schickten ihn in letzter Sekunde ohne Heckabdeckung in die Startaufstellung, wo dann der MP4-26 wieder zusammengesetzt wurde.
Als dann die Piloten beim Erlöschen der Roten Ampel auf das Gaspedal und Sekunden später auf den Boost – Knopf (KERS) drückten, zeigte sich wieder mal in Ineffizienz des Red Bull Kers–Systems. Als wenn Vettel vergessen hätte zu starten, rauschten die McLaren Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton an den Weltmeister vorbei. Fast wäre sogar noch Nico Rosberg an Vettel vorbei gekommen, jedoch konnte dieser sich noch so grade gegen den Angriff seines Landmannes wehren. Vierzehn Runden hing Vettel hinter Hamilton, bis Sepp dann zum Überholen ansetzte und an den ersten McLaren vorbei kam. Noch in der gleichen Runde kam Vettel dann zum ersten Reifenwechsel an die Box, schaute aber sicherlich sehr erstaunt, als der führende Jenson Button ebenfalls an die Box kam, jedoch bei der Renault – Crew stoppte. Diese winkten den sicherlich etwas verwirrten Button eine Box weiter. Die Folge war ein Platzwechsel mit Sebastian Vettel, der am Briten in der Boxengasse vorbei kam. Zwei Runden später kam dann der zu dieser Zeit führende Lewis Hamilton, gefolgt vom Ferrari-Piloten Felipe Massa ebenfalls zum Reifenwechsel an die Box. Zwar hielt Hamilton, im Gegensatz zu seinem Teamkollegen an der richtigen Box, musste sich dennoch von Felipe Massa, dessen Stopp wesentlich schneller war, überholen lassen.
Nach den ersten Stopps schaute man ungläubig auf die Anzeigetafeln. Nico Rosberg führte vor Sebastian Vettel das Renne an. Jedoch bauten seine Reifen sehr schnell ab und verlor später seine exzellente Position wieder.
In der Phase nach dem ersten Stopps änderte Red Bull ihre Strategie und wechselten von drei auf zwei Stopps. Während Vettel, dessen Boxenfunk in Richtung Box ausgefallen war, mit den immer mehr abbauenden weichen Reifen Runde für Runde von seinem Vorsprung einbüßen musste, holte die Konkurrenz immer weiter auf. Als dann Vettel in der 31. Runde zum zweiten und letzten Stopp rein kam, wurden ihm die harten Reifen aufgezogen. Da diese jedoch langsamer als die abgefahrenen weichen waren, fiel Vettel immer weiter zurück, konnte aber durch die Stopps der Konkurrenz in der 40. Runde wieder die Führung übernehmen. Ab diesem Zeitpunkt begann die Aufholjagd des Lewis Hamilton, der Vettel Runde für Runde viel zeit abnahm. In Runde 50, Sechs Runden vor Rennende klebte dann der Brite im Heck des Red Bull. Zwei Runden konnte sich der Heppenheimer gegen den McLaren Piloten wehren, der kurz zuvor Felipe Massa im Ferrari überholen konnte. In der 52. Runde wehrte sich dann Vettel nicht übermäßig, ließ den Weltmeister 2008 passieren und musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen.
Mark Webber, der beim Qualifying schon in Q1 ausfiel und von Startplatz Achtzehn aus in Rennen gehen musste, kämpfte sich mit einer phantastischen Leistung und einer guten Strategie nach vorne. Sechs Runden vor Rennende lag der Australier noch auf Platz Sechs und überholte zunächst Felipe Massa (Ferrari), dann drei Runden vor Schluss Nico Rosberg und in der vorletzten Runde auch noch den Weltmeister von 2009, Jenson Button. Am ende wurde der Australier mit einem verdienten dritten Platz belohnt.
HRT – Pilot Vitantonio Liuzzi hatte es beim Start besonders eilig und legte einen Frühstart hin. Konsequenz aus seiner Ungeduldigkeit: Eine Durchfahrtsstrafe.
In der 47. Runde klebt Sergio Pérez im Kampf um Platz Elf einige Zentimeter zu Tief im Heck des Force India von Adrian Sutil, was eine Kollision zur folge hatte. In Folge dessen verlor Sutil vier Plätze durch einen zusätzlichen Boxenstopp. Die Rennkommissare bestraften den Mexikaner mit einer Durchfahrtsstrafe. Am Ende wurde Pérez Sibzehnter.
Hinter Sebastian Vettel der als Zweiter Achtzehn Punkte kassierte, kam Nico Rosberg als Fünfter durchs Ziel und sammelte seine ersten Zehn Zähler. Michael Schumacher, der sich im Rennen viele spannende Zweikämpfe lieferte, wurde Achter und mit vier Punkten belohnt. Außerhalb der Punkteränge kamen Nick Heidfeld als Zwölfter, Adrian Sutil nach der Kollision mit Pérez als Fünfzehnter und Timo Glock, hinter seinem Teamkollegen D'Ambrosio als Einundzwanzigster durchs Ziel.
... von Stephan Gerasch [formel1de.com]