Bericht
Ferrari zeigte beim Saisonauftakt in Bahrain, dass sich die Scuderia auch zu den WM Favoriten zählen wird. Charles Leclerc, von der Poleposition gestartet, gewann das erste Rennen der Saison 2022 vor seinem Ferrari Teamkollegen Carlos Sainz. Dritter wurde Lewis Hamilton im Mercedes vor seinem neuen Wingman George Russell. Für eine dicke Überraschung sorgte Kevin Magnussen, der im Haas am Ende Fünfter wurde. Der von Mercedes ausgemusterte Valtteri Bottas überraschte ebenfalls im Alfa Romeo mit einem hervorragenden Sechsten Platz. Rookie Guanyu Zhou holte sich bei seinem ersten Formel1 Rennen mit Platz Zehn einen WM - Punkt. Mick Schumacher, der beim Start von Esteban Ocon gedreht wurde, erreichte im Haas em Ende den Elften Platz. Nico Hülkenberg, der kurzfristig für Sebastian Vettel eingesprungen war, wurde am Ende Siebzehnter. Für Red Bull war der Saisonauftakt zum Vergessen. Max Verstappen schied in der 55. Runde und Sergio Perez in der 57. und letzten Runde aus. Bei beiden Piloten schien ein Hydraulikproblem zu den Ausfällen geführt zu haben.
Eine Runde später kam es wieder zu einem Duell von Magnussen, dieses Mal mit Valtteri Bottas. Auch Bottas hatte das Nachsehen und musste den Haas Piloten ziehen lassen.
Auch gab es beim Qualifying eine wichtige neue Regelung. Die Piloten mussten vorher immer mit dem Reifen das Rennen starten, mit dem sich sich für das Q3 qualifiziert hatten. Diese Regelung wurde gestrichen, so dass auch die Autos in der Top Ten freie Reifenwahl beim Start haben.
Auch bei Getriebewechsel gab es eine Änderung. Bislang musste ein Getriebe sechs Rennen hintereinander halten. Diese Regel wird nun gestrichen. Stattdessen gibt es einen Pool von Komponenten, wie es auch bei der Antriebseinheit der Fall ist. Vier Getriebe haben die Fahrer zur Auswahl, die straffrei getauscht werden dürfen.
Auch die Reifengröße wurde geändert. Es werden nun größere, 18 Zoll Reifen verwendet. Auch die Felgen werden nu einheitlich bei allen Teams gleich verwendet.
Startaufstellung
Auf der Poleposition startete der Monegasse Charles Leclerc im Ferrari vor dem Weltmeister Max Verstappen im Red Bull. Dahinter die jeweiligen Teamkollegen in der gleichen Reihenfolge. Dritter Ferrari Pilot Carlos Sainz vor Red Bull Pilot Sergio Perez. In der dritten Reihe standen die ehemaligen Teamkollegen Lewis Hamilton (Mercedes) und Valtteri Bottas (Alfa Romeo). Kevin Magnussen überraschte schon im Qualifying mit einem hervorragendem Siebten Platz vor Fernando Alonso (Alpine), George Russell (Mercedes) und Pierre Gasly (AlphaTauri). Mich Schumacher startete von Position Zwölf, Nico Hülkenberg von Startplatz Siebzehn, vor Teamkollege Lance Stroll.Der Start (Schumacher Dreher)
Beim Start konnte sich Charles Leclerc gegen Max Verstappen durchsetzen, jedoch kam der Red Bull Pilot fast an dem Ferrari vorbei. Noch in der ersten Runde kam es zum Zweikampf zwischen Esteban Ocon und Mick Schumacher. Dabei kam es zu einer Rad an Rad Berührung zwischen den beiden Piloten. Da Mick in der Rechtskurve vorne lag und Esteban mit seinem linken Vorderrad dessen rechtes Hinterrad berührte, drehte sich der Haas Pilot. Ohne irgendwo einzuschlagen legte Schumacher einen 360 Grad Dreher hin und konnte weiter fahren. Er verlor nur ein paar Plätze. Esteban Ocon erhielt von der Rennleitung eine 5 Sekunden Strafe, die er bei einem ersten Boxenstopp absaß.Zweikampf Leclerc / Verstappen
Ab der Siebzehnten Runde, kurz nach den Boxendstopps der Kontrahenten - Verstappen kam eine Runde früher rein als Leclerc - kam es zum spannendem Zweikampf. Dabei wechselten die Piloten innerhalb von drei Runden mehrfach die Führung. Am Ende konnte sich Leclerc nach einem Verbremser von Verstappen durchsetzen und konnte danach seine Führung ein wenig ausbauen.Weitere Spannende Duelle
In der 36. Runde kam es zu einem spannendem Duell zwischen dem AlphaTauri Piloten Pierre Gasly und dem Haas Piloten Kevin Magnussen. Am Ende konnte sich Magnussen, der sehr besonnen und clever fuhr, durchsetzen und Position Neun übernehmen.Eine Runde später kam es wieder zu einem Duell von Magnussen, dieses Mal mit Valtteri Bottas. Auch Bottas hatte das Nachsehen und musste den Haas Piloten ziehen lassen.
Mercedes nicht wirklich konkurrenzfähig
Der Podiumsplatz von Lewis Hamilton täuscht darüber hinweg, dass Mercedes noch viel Arbeit vor sich hat. Die Mercedes Piloten Lewis Hamilton und George Russell klagten das ganze Wochenende über ein hüpfendes Auto auf der Geraden. Auch die Boxenstrategie vom Mercedes beim Rennen in Bahrein war merkwürdig. Sie haben als einziges Team beim ersten Stopp auf die weiße Mischung (harte Reifen) gesetzt. Doch schon in der ersten Runde hatte Hamilton massive Probleme mit dem Grip. Später kamen die Mercedes Piloten noch mal rein, um wieder auf die weiche Mischung zu setzen. Merkwürdig die Team - Reihenfolge bei Mercedes. Hamilton war mit der gelben Kamera am Fahrzeug unterwegs, was eigentlich den Status der Fahrer im Team anzeigt. (Schwarz = erster Fahrer - Gelb= zweiter Fahrer). Möglicherweise wollte Hamilton, der mit einem gelben Helm und der gelben Startnummer 44 auf dem Mercedes unterwegs war, auch die gelbe Kamera haben. Mal schauen, ob er dies auch in den nächsten Rennen beibehält, da eigentlich Russell der zweite Fahrer im Team ist.Rennfinale mit SafetyCar
In der 46. Runde musste Pierre Gasly seinen AlphaTauri mit einem brennenden Motor abstellen. Das SafetyCar wurde auf die Strecke geschickt. Pech für Verstappen, der zwei Runden zuvor zum dritten Mal an die Box kam, um noch mal auf die roten, weichen Reifen zu setzen. Auch Mick Schumacher hatte Pech. Er war gerade an der Boxen-einfahrt vorbei, als das SafetyCar raus geschickt wurde. Hinter ihm kamen alle rein. Schumacher kam zwar auf Platz Zehn vor, musste dann jedoch beim Re-Start sich mit den alten Reifen gegen die Konkurrenz mit den frischen Reifen wehren. Leider für Ihn erfolglos. Charles Leclerc hatte im Ferrari genügend Vorsprung, um die Reifen eine Runde später zu tauschen. Auch Magnussen konnte noch an die Box ohne eine Position zu verlieren.Der Re-Start
Beim Re-Start sah es erst aus, als ob Verstappen an Leclerc vorbei kommen könnte. Doch stattdessen musste sich Verstappen gegen die Angriffe von Sainz wehren. In der 54. Runde kam der Ferrari Pilot an den Red Bull vorbei. Dieser klagte wegen Leistungsverlust und hatte den Energiespeicher in Verdacht. Doch die Crew negierte seinen Verdacht und meinten, es wäre ein Hydraulik Problem. Die Box teilte Verstappen mit, dass er an die Box müsse. Das Aus für den Weltmeister.Die Letzte Runde
Die beiden Ferrari Piloten gingen unbedrängt in die letzte Runde. Leclerc vor Sainz. Dahinter kam es zu einem Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Sergio Perez im Red Bull. Perez lag auf Position Drei, als er in die erste Kurve der letzten Runde ein bog. Plötzlich drehte sich der Red Bull Pilot und musste seinen Wagen abstellen. Später wurde von Red Bull mitgeteilt, dass es auch hier ein Hydraulik - Problem war und kein Fahrfehler von Perez. Hamilton profitierte vom Pech der Red Bull Piloten und fuhr am Ende noch aufs Treppchen.Neue Regeln - Neue Autos
Nach einer großen Regeländerung der FIA mussten die Fahrzeuge fast komplett neu entwickelt werden. Neuer, abgespeckter Frontflügel sowie Heckflügel. Geänderte Aerodynamik soll dem folgendem Fahrzeug die Möglichkeit geben, besser an dem vorher fahrendem dran zu bleiben. Die "Dirty air" soll mit der Änderung minimiert werden.Auch gab es beim Qualifying eine wichtige neue Regelung. Die Piloten mussten vorher immer mit dem Reifen das Rennen starten, mit dem sich sich für das Q3 qualifiziert hatten. Diese Regelung wurde gestrichen, so dass auch die Autos in der Top Ten freie Reifenwahl beim Start haben.
Auch bei Getriebewechsel gab es eine Änderung. Bislang musste ein Getriebe sechs Rennen hintereinander halten. Diese Regel wird nun gestrichen. Stattdessen gibt es einen Pool von Komponenten, wie es auch bei der Antriebseinheit der Fall ist. Vier Getriebe haben die Fahrer zur Auswahl, die straffrei getauscht werden dürfen.
Auch die Reifengröße wurde geändert. Es werden nun größere, 18 Zoll Reifen verwendet. Auch die Felgen werden nu einheitlich bei allen Teams gleich verwendet.