Norris triumphiert im Heimrennen: Hülkenberg mit historischem Podium beim Großbritannien GP 2025
Dramatischer Rennverlauf in Silverstone
Silverstone lieferte ein atemberaubendes Rennen mit wechselhaften Bedingungen, das von Lando Norris im McLaren vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri gewonnen wurde. Für die größte Überraschung sorgte jedoch Nico Hülkenberg im Kick Sauber, der sich nach 239 Grand-Prix-Starts endlich seinen ersten Podiumsplatz sicherte.
Das Rennen begann auf trockener Strecke, und Polesetter Max Verstappen im Red Bull führte das Feld zunächst an. Doch kurz nach Rennbeginn setzte heftiger Regen ein, und Oscar Piastri im McLaren übernahm die Führung. Die anfängliche Dominanz von Piastri wurde durch eine Safety-Car-Phase unterbrochen, die das Feld wieder zusammenführte. Ein weiteres Safety Car nach einem Unfall von Hadjar sorgte für zusätzliche Spannung. Piastri erhielt eine 10-Sekunden-Strafe, weil er das Feld zu stark verlangsamt hatte, während Verstappen im Red Bull einen Dreher hatte und Positionen verlor.
Als die Strecke abtrocknete und die Teams auf Slick-Reifen wechselten, absolvierte Piastri seine Strafe während seines Boxenstopps, wodurch Norris die Führung im McLaren übernahm. Norris verteidigte seine Position souverän und überquerte die Ziellinie 6.812 Sekunden vor Piastri.
Hülkenbergs Triumph und Hamiltons Debüt
Die Schlagzeile des Tages gehörte Nico Hülkenberg im Kick Sauber. Von Startplatz 19 gestartet, kämpfte sich der Deutsche bravourös durch das Feld und sicherte sich einen sensationellen dritten Platz. Lewis Hamilton im Ferrari zeigte in seinem ersten Heimrennen für das italienische Team eine solide Leistung und beendete das Rennen als Vierter, konnte Hülkenberg aber nicht mehr einholen. Max Verstappen im Red Bull kämpfte sich nach seinem Dreher noch auf den fünften Platz vor. Pierre Gasly im Alpine zeigte eine starke Vorstellung und wurde Sechster.
Lance Stroll im Aston Martin belegte den siebten Platz, knapp vor Alex Albon im Williams auf dem achten Rang. Fernando Alonso im Aston Martin wurde Neunter, gefolgt von George Russell im Mercedes, der die Top 10 abrundete.
Die weiteren Platzierungen
Ollie Bearman im Haas verpasste die Punkteränge und landete auf Platz 11, vor Carlos Sainz im Williams auf Platz 12 und Esteban Ocon im Haas auf Platz 13. Ocon und Bearman kollidierten in der Schlussphase des Rennens, was zu einer Untersuchung nach dem Rennen führen wird. Charles Leclerc im Ferrari hatte einen schwierigen Tag und wurde 14., während Yuki Tsunoda im Red Bull als letzter klassifizierter Fahrer auf Platz 15 ins Ziel kam.
Ausfälle und Zwischenfälle
Fünf Fahrer mussten das Rennen vorzeitig beenden: Franco Colapinto im Alpine, Liam Lawson im Racing Bulls, Gabriel Bortoleto im Kick Sauber, Isack Hadjar im Racing Bulls und Kimi Antonelli im Mercedes. Mehrere dieser Ausfälle waren auf Kollisionen und Zwischenfälle in den schwierigen Bedingungen zurückzuführen. Isack Hadjar und Kimi Antonelli werden ebenfalls nach dem Rennen von den Stewards geladen.
Lando Norris (McLaren): „Die letzten Runden habe ich nur die Menge beobachtet. Ich habe versucht, alles in mich aufzunehmen, den Moment zu genießen, denn es wird vielleicht nie wieder passieren. Ich hoffe, es passiert, aber das sind Erinnerungen, die ich für immer mitnehmen werde – eine unglaubliche Leistung.“