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Australien
Australien Race

Nico Rosberg dominiert Saisonauftakt in Australien. Ricciardo disqualifiziert.

Melbourne | 16.03.2014 05:00 UTC
Bericht
Mercedes F1 Pilot Nico Rosberg gewann deutlich beim ersten Saisonrennen in Melbourne vor Lokalmatador Daniel Ricciardo, der von Toro Rosso zu Red Bull wechselte. Jedoch wurde Daniel Ricciardo nachträglich disqualifiziert, weil er mehr als die erlaubten 100kg/h verbraucht hatte. Formel1 Neuling Kevin Magnussen fuhr ein phantastisches Debütrennen und wurde im McLaren vor Teamkollege Jenson Button und Fernando Alonso (Ferrari) zweiter. Fünfter wurde Valtteri Bottas im Williams vor Nico Hülkenberg (Force India), Kimi Räikkönen (Ferrari), Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) und dem Russen Daniil Kvyat (Toro Rosso). Sergio Perez (Force India) kam als Zehnter vor den Sauber Piloten Adrian Sutil und Esteban Gutierrez ins Ziel. Letzter wurde Max Chilton im Marussia F1. Teamkollege Jules Bianchi absolvierte nur 49 Rennrunden und wurde nicht gewertet.
Felipe Massa, der von Ferrari zu Williams wechselte, wurde in der ersten Kurve von Rückkehrer Kamui Kobayashi (Caterham) regelrecht abgeschossen. Beide mussten nach nur wenigen Metern das Rennen beenden. Lewis Hamilton (Mercedes F1), der von der Poleposition aus gestartet war, musste nach nur 2 Runden das Rennen mit einem Defekt am Motor abbrechen. Auch Weltmeister Sebastian Vettel stellte seinen Red Bull mit einem technischen Defekt eine Runde später ab. Ebenfalls mit defekten mussten Marcus Ericsson (Caterham) und beide Lotus von Pastor Maldonado und Romain Grosjean das Rennen vorzeitig beenden.
Felipe Massa, der von Ferrari zu Williams wechselte, wurde in der ersten Kurve von Rückkehrer Kamui Kobayashi (Caterham) regelrecht abgeschossen. Beide mussten nach nur wenigen Metern das Rennen beenden. Lewis Hamilton (Mercedes F1), der von der Poleposition aus gestartet war, musste nach nur 2 Runden das Rennen mit einem Defekt am Motor abbrechen. Auch Weltmeister Sebastian Vettel stellte seinen Red Bull mit einem technischen Defekt eine Runde später ab. Ebenfalls mit defekten mussten Marcus Ericsson (Caterham) und beide Lotus von Pastor Maldonado und Romain Grosjean das Rennen vorzeitig beenden.
Nachdem die Saison 2014 mit vielen neuen Regeländerungen gestartet war, befürchteten Exporten, dass weniger als die hälfte der Piloten die Zielflagge sehen würden. 15 von 22 Piloten schafften es aber bis zum Ende. (Bianchi fuhr zwar nicht die komplette Distanz, sah aber auch die Zielflagge). Die wichtigste Änderung betraf den Motor. Statt mit einem 8-Zylinder werden die Boliden nun mit einem 6-Zylinder Turbo angetrieben. Mehr PS bei weniger Spritverbrauch, der durch das Energierückgewinnungssystem ERS-H (Energiegewinnung durch Auspuffhitze) und ERS-K (Kinetische Energie). Außerdem sind die Fahrer gezwungen Sprit zu sparen, da auf die Renndistanz nur noch 100 kg verbraucht werden darf. Die offensichtliche Änderung für die Zuschauer war der neue Sound der Formel1. Es klingt nicht mehr so scharf, eher was dumpfer und auch leider. Auch die Fahrernummern sind ungewohnt. Adrian Sutil startet mit der 99 und ein Max Chilton mit der 4. Grund für diese ungewöhnliche Nummernvergabe ist, dass die Piloten sich eine Nummer aussuchen durften, die sie in ihrer ganzen Karriere begleitet. Nur der jeweilige Weltmeister darf sich die Nummer 1 auf seinen Boliden lackieren. Sebastian Vettel hatte sich die Nummer 5 ausgesucht, darf aber dieses Jahr mit der Eins starten.

Die Neuen Piloten, Wechsel und Wiedereinsteiger: Die Formel 1 Familie begrüßte in Melbourne drei neue Piloten. Den 19-jährigen Russen Daniil Kvyat, der für Toro Rosso seine Runden drehen wird, den 21-jährigen Dänen Kevin Magnussen (McLaren Mercedes) und den 23-jährigen Schweden Marcus Ericsson (Caterham). Kamui Kobayashi steigt nach einem Jahr Pause wieder in ein Formel 1 Cockpit (Caterham). Daniel Ricciardo wechselte von Toro Rosso zu Red Bull, Sergio Perez von McLaren zu Force India, Kimi Räikkönen von Lotus zu Ferrari, Pastor Maldonado von Williams zu Lotus und Felipe Massa von Ferrari zu Williams. Nico Hülkenberg und Adrian Sutil tauschten die Teams. Hülkenberg ging zu Force India, während Sutil zu Sauber wechslete.

Die Startaufstellung: Von Startplatz Eins aus ging Lewis Hamilton vor Daniel Ricciardo (Red Bull) und Teamkollege Nico Rosberg an den Start. Vierter am Start war Kein Magnussen (McLaren) vor Alonso (Ferrari), Vergne (Toro Rosso) und Nico Hülkenberg (Force India). Adrian Sutil ging im Sauber F1 als Dreizehnter in Rennen. Da an Romain Grosjeans Lotus unter Parc-Ferme Bedingung gearbeitet wurde, musste der Schweizer von der Box aus ins Rennen gehen. Grosjean kassierte auch noch eine Durchfahrtsstrafe, weil er zu früh in die Boxengasse zum Start vor fuhr.

Der Vorstart: Beim Start in die Einführungsrunde blieb der Marussia von Max Chilton stehen und musste sich hinter Grosjean in der Boxengasse zum Start anstellen. Als dann alle in der Startaufstellung standen, sirgte Chiltons Teamkollege Jules Bianchi für einen Startabbruch und musste ebenfalls die Startaufstellung verlassen.

Der Start: Lewis Hamilton kam von Position Eins aus nicht richtig von der Stelle und wurde von Daniel Ricciardo (Red Bull) und Nico Rosberg (Mercedes F1) abgefangen. Rosberg übernahm die Führung und gab diese auch bis zum Rennende kein einziges Mal mehr ab. Kamui Kobayashi, der nach einem Jahr Pause wieder in der Formel 1, dieses Mal im Caterham seine Runden dreht, verbremste sich vor der ersten Kurve so stark, dass er in das Heck des Williams von Felipe Massa krachte. Beide mussten das Rennen nach nur wenigen Metern beenden. Sebastian Vettel (Red Bull), der sich bei der Boxencrew per Funk während der zweiten Einführungsrunde über Leistungsverlust beklagte, kam beim Start überhaupt nicht gut weg und verlor mehrere Plätze.

Frühe Ausfälle von Hamilton und Vettel: Nach nur zwei Rennrunden kam Lewis Hamilton zurück an die Box und stellte seinen Mercedes mit einem Defekt an der Antriebseinheit ab. Eine Runde später musste auch Sebastian Vettel wegen Leistungsverlust seinen Red Bull abstellen.

Der Rennverlauf: Im Rennverlauf zeigte sich, dass Valtteri Bottas im Williams das Zeug zu einem Top Fahrer hat. Zumindest überzeugte er bei den Überholmanövern, vor allem das gegen Kimi Räikkönen im Ferrari. Leider zeigte der Finne im Diensten von Williams Nerven und rutschte in eine der Streckenbegrenzung. Dabei zerstörte er sich sein rechtes Hinterrad und musste zum Wechsel an die Box, was ihm ein paar Plätze kostete. Nach dem Stopp setzte er seine Aufholjagd erfolgreich fort. Ansonsten gab es nur wenige spannende Überholmanöver der 22 Piloten.

Das Rennergebnis: Nico Rosberg holte seinen vierten GP – Sieg und führt erstmals die WM mit 25 Punkten an. Zweiter wurde zwar Daniel Ricciardo mit einer exzellenten Leistung im heimischen Australien, jedoch wurde der Red Bull Pilot nach dem Rennen disqualifiziert, weil er entgegen der Regularien zu viel Sprit verbraucht hatte. Red Bull wird gegen das Urteil angehen. Den zweiten Platz erbte dann der Formel1 Neuling Kevin Magnussen aus Dänemark. Im McLaren Mercedes ließ er sogar Routinier Jenson Button, der Dritter wurde hinter sich. Somit führt in der Konstrukteurswertung durch den zweiten und dritten Platz von Magnussen und Button McLaren Mercedes mit 33 Punkten vor Mercedes F1 mit 25 Punkten und Ferrari mit 18 Zählern.

Analyse zum Rennen: Mal abgesehen von der leichten Dominanz von Mercedes F1 liegt das Feld recht eng zusammen. Im ersten Rennen gab es viele Ausfälle. Beim nächsten Rennen unter heißen Bedingungen in Malaysia könnten es sogar mehr sein, da die Motoren noch nicht unter diesen Bedingungen getestet wurden. Die Neulinge Magnussen, Kvyat und Ericsson haben sich sehr gut präsentiert und auch Bottas und Ricciardo konnten endlich zeigen, was in ihnen steckt. Im spannenden Duell der Weltmeister im Ferrari konnte sich bisher Fernando Alonso gegen Kimi Räikkönen durchsetzen. Möglich, dass sich Kimi in den nächsten Rennen steigern wird und Alonso Paroli bieten wird. Im Punkto Überholen war das Rennen in Australien eher etwas unter dem Durchschnitt. Hoffentlich wird das in den nächsten Rennen besser. Ein großer Kritikpunkt ist jedoch die Disqualifizierung von Daniel Ricciardo. Das schafft kein Vertrauen zu den Fans, die am Ende des Rennens wissen möchten, wer gewonnen hat. Die Formel 1 muss aufpassen, dass durch solche nachträglichen Bestrafungen nicht die Fans abhanden kommen. Dem wollte die FIA ja mit dem Straf-Punktekonto entgegenwirken und disqualifiziert gleich im ersten Rennen einen Fahrer. Hoffen wir mal, dass das bei den nächsten Rennen nicht mehr vorkommt.

... von Stephan Gerasch [formel1de.com]
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 3 +2 1:32:58.710 – 1:32.478 0 25
2 4 +2 +26.777 +26.777 1:32.917 0 18
3 10 +7 +30.027 +3.250 1:33.186 0 15
4 5 +1 +35.284 +5.257 1:32.616 0 12
5 15 +10 +47.639 +12.355 1:32.568 0 10
6 7 +1 +50.718 +3.079 1:33.210 0 8
7 11 +4 +57.675 +6.957 1:33.691 0 6
8 6 -2 ++ 1:00.441 – 1:33.864 0 4
9 8 -1 ++ 1:03.585 – 1:32.634 0 2
10 16 +6 ++ 1:25.916 – 1:33.366 0 1
11 13 +2 ++ 1 Runde – 1:34.564 0 0
12 21 +9 ++ 1 Runde – 1:34.202 0 0
13 17 +4 ++ 2 Runden – 1:35.635 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
50 18 A Zu wenig Rennrunden. 1:35.281 0
44 20 A Technischer Defekt 1:34.766 0
30 22 A Technischer Defekt 1:37.332 0
28 19 A Technischer Defekt 1:37.064 0
4 12 A Technischer Defekt 1:49.947 0
3 1 A Motorschaden 1:40.287 0
1 2 A diqualifiziert (zu hoher Spritverbrauch) – 0
1 9 A Unfall – 0
1 14 A Unfall – 0
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