Auch im 3. Freien Training zum Großen Preis von Belgien war kein Vorbeikommen an Kimi Antonelli: Der Mercedes-Pilot sicherte sich mit 1:45.990 erneut die Bestzeit, knapp vor Lando Norris und Max Verstappen. Überschattet wurde die Session von einem heftigen Unfall von Lewis Hamilton, der in den letzten Sekunden des Trainings die Kontrolle über seinen Ferrari verlor. Nico Hülkenberg zeigte sich im Audi stark und beendete das Training auf einem starken achten Platz.
In der Qualifying-Generalprobe bestätigte Kimi Antonelli die Form vom Freitag: Mit 1:45.990 blieb der WM-Spitzenreiter nur wenige Tausendstel langsamer als am Vortag im zweiten Training und behielt damit die Oberhand vor der Konkurrenz. Seine Bestzeit stellte der Mercedes-Pilot bereits früh in der Session auf dem ersten Satz weicher Reifen auf, sodass durchaus noch Reserven vorhanden gewesen sein dürften.
Lando Norris im McLaren und Max Verstappen im Red Bull blieben dem Tempo nahe: Nur 0,139 beziehungsweise 0,148 Sekunden fehlten den beiden auf die Spitzenzeit, sodass sich das Spitzentrio des Vortages auch zum Abschluss des Trainingswochenendes bestätigte.
George Russell zeigte im zweiten Mercedes eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den beiden Trainings am Freitag und wurde Vierter. Zwar fehlten ihm weiterhin knapp vier Zehntel auf seinen Teamkollegen, im Vergleich zum Vortag konnte er den Rückstand aber spürbar verringern.
Für den größten Schreckmoment der Session sorgte Lewis Hamilton. Der Ferrari-Pilot verlor am Ausgang von Kurve 14 die Kontrolle über seinen Boliden und schlug in die Streckenbegrenzung ein – ein Vorfall, der an den schweren Unfall von Pierre Gasly im zweiten Training erinnerte. Die Session musste daraufhin mit der roten Flagge beendet werden. Trotz des Unfalls wurde Hamilton noch mit Platz fünf klassifiziert, muss nach dem Schaden am Fahrzeug aber um seine pünktliche Teilnahme am Qualifying bangen. Teamkollege Charles Leclerc kam im zweiten Ferrari nicht über Platz sechs mit knapp acht Zehnteln Rückstand hinaus.
Auch bei McLaren lief es im dritten Training durchwachsen: Oscar Piastri reihte sich auf Platz sieben ein und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.
Überraschend stark präsentierte sich hingegen Audi: Nico Hülkenberg fuhr nach einem wechselhaften Freitag auf einen starken achten Platz und blieb dabei sogar vor seinem Teamkollegen Gabriel Bortoleto, der Neunter wurde. Isack Hadjar rundete im Red Bull mit Platz zehn die Top 10 ab, nachdem er zuvor beim Verlassen der Boxengasse für eine kurze Gelbphase gesorgt hatte.
Dahinter komplettierten Arvid Lindblad und Liam Lawson (beide Racing Bulls) sowie Franco Colapinto (Alpine) und Oliver Bearman (Haas) das Mittelfeld. Pierre Gasly, dessen Alpine nach dem Unfall vom Vortag wieder einsatzbereit war, kam auf Platz 15, knapp vor Alex Albon im Williams. Valtteri Bottas, Carlos Sainz, Esteban Ocon und Sergio Pérez folgten auf den Positionen 17 bis 20. Die beiden Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso und Lance Stroll bildeten mit über vier Sekunden Rückstand das Schlusslicht der Zeitenliste.
Mit dem dritten Training endete der letzte freie Ausritt vor dem Qualifying am Nachmittag. Antonelli und Mercedes reisen als klare Favoriten in die Startplatzjagd, während Ferrari nach dem Hamilton-Unfall zunächst mit der Aufarbeitung des Trainingssamstags beschäftigt sein dürfte.